Europa ganz nah: Veranstaltungen im Kreis Gütersloh

Sie möchten die EU besser kennenlernen oder sich mit Ihren Ideen bei einer Diskussion einbringen? Gemeinsam mit verschiedenen Partnern realisieren wir unterschiedliche Veranstaltungen zu europapolitischen Themen. Kommen Sie dazu!


Pressemitteilung: "Quo vadis, Europa?"

Kreis Gütersloh.  Am Donnerstag, den 06. Dezember 2018 von 17:00 - 19:30 Uhr lud das Europe Direct Kreis Gütersloh in Kooperation mit der pro Wirtschaft GT GmbH alle Interessierten zu einem Diskussionsabend über die Zukunft der Europäischen Union in die Stadtwerke Gütersloh, Berliner Str. 260, 33330 Gütersloh ein.

In einem Impulsvortrag erklärte Jochen Pöttgen, Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Bonn, einleitend die Strukturen der Europäischen Union und illustrierte ihre Arbeit sowie die Fortschritte in den letzten Jahren. So gebe es mit derzeit über 239 Millionen Erwerbstätigen mehr als je zuvor und auch die Jugendarbeitslosigkeit sei heutzutage so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Darüber hinaus forderte er eine hohe Wahlbeteiligung und bekundete seinen Wunsch nach einem europafreundlichen Europaparlament 2019, da es in angespannten Zeiten wichtiger denn je sei, gemeinsam zu handeln.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der sich unter anderem Thorsten Klute, Polonia-Beauftragter des Landes NRW, sowie Karl-Josef Schafmeister, Vertreter des Droste-Haus e.V., aber auch viele Personen aus dem Publikum beteiligten, wurde vor allem über aktuelle Herausforderungen und wie man diese am besten angeht diskutiert. So machten im Hinblick auf die Beziehung zwischen der EU und Polen, welches aktuell aufgrund seiner Gesetzesänderungen unter starker Kritik steht, Herr Schafmeister sowie Herr Klute deutlich, dass man hinsichtlich Polens sehr differenziert an diese Diskussion herangehen müsse. Denn entgegen der öffentlichen Meinung sei Polen im Grunde stark pro europäisch. Die derzeitigen Umstrukturierungen/Konflikte innerhalb Polens seien eher Ergebnisse historischer Verwerfungen im politischen Parteienspektrum und spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Bevölkerung wider.

Hinsichtlich der Maßnahmen, die in Angriff genommen werden müssten, um die Europäische Union auch in Zukunft zu stabilisieren, forderten vor allem Stimmen aus dem Publikum eine weitere Vertiefung der EU. Auch die Idee eines föderalen europäischen Staates in einer EU der verschiedenen Geschwindigkeiten wurde angesprochen. Diesbezüglich kommentierte Herr Pöttgen, dass am Ende immer die Staats- und Regierungschefs entscheiden würden, wie die Integration der EU hinsichtlich ihrer Quantität als auch Qualität voranschreitet und diese nun mal oft nicht dazu bereit wären, weitere Teile ihrer Macht und Souveränität an die EU abzugeben.

Nach der Podiumsdiskussion wurde der Austausch von Ideen und Vorstellungen untereinander bei einem kleinen Imbiss weitergeführt.