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Stringente Datenprozesse, neue Geschäftsmodelle und der Mut zum Loslegen

Bz: Stellten die digitale Transformation in den Mittelpunkt: (v.l.) Oliver Hartkämper (Arvato Systems Group), Ullrich Lünstroth (Bertelsmann), Volker Ervens (Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh) und Prof. Dr. Markus Pfuhl (Viessmann).
Bz: Stellten die digitale Transformation in den Mittelpunkt: (v.l.) Oliver Hartkämper (Arvato Systems Group), Ullrich Lünstroth (Bertelsmann), Volker Ervens (Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh) und Prof. Dr. Markus Pfuhl (Viessmann).

Kreis Gütersloh. Warum Viessmann statt Heizungen heute vielmehr „21 Grad im Wohnzimmer“ verkauft, wie man erfolgreich digitale Transformation anstößt, welche Voraussetzungen es für gute digitale Prozesse braucht und was man beachten sollte, wenn man Online-Diensten nutzt – all diese Themen wurden beim Wirtschaftsforum der Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh am Mittwochabend in der Stadthalle in Gütersloh diskutiert. Prof. Dr. Markus Pfuhl und Oliver Hartkämper berichteten aus erster Hand vom digitalen Wandel bei Viessmann und der Arvato Systems Group.

Zu Beginn der Veranstaltung dankte Volker Ervens, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative, zunächst Bertelsmann. Der Konzern hatte gemeinsam mit der Wirtschaftsinitiative, zum Wirtschaftsforum eingeladen. „Dass wir uns hier heute treffen, ist ein tolles Zeichen für die Standortverbundenheit von Bertelsmann“, sagte Ervens. Aufgrund von Corona hatte das sonst jährlich stattfindende Forum zwei Jahre ausfallen müssen. Seitdem ist, besonders in Sachen Digitalisierung, einiges passiert: „2020 sollte der Titel noch ‚Wozu das ganze Digital-Gedöns‘ heißen. Das passt jetzt, nach den Erfahrungen, die wir alle in der Pandemie gemacht haben, nicht mehr“, bemerkte Ervens. So kamen nun unter dem Motto ‚Zukunftsfähigkeit durch Digitalstrategie – Klare Ziele und erfolgreiche Umsetzung‘ rund 50 Gäste zusammen und lauschten den Impulsen von Pfuhl und Hartkämper.

Zunächst nahm Prof. Dr. Markus Pfuhl, Generalbevollmächtigter von Viessmann, die Zuhörenden mit auf eine Reise durch die jüngste Vergangenheit des Familienunternehmens aus Nordhessen. So hat sich, erklärte Pfuhl, das Unternehmen, das mittlerweile in vierter Generation von der Familie Viessmann geführt wird, vom reinen Heizungsbauer zum Anbieter für Klima-Lösungen entwickelt. „Wir haben gemerkt, dass wir uns verändern müssen“, erinnerte sich Pfuhl. Ob durch Reisen ins Silicon Valley, Gespräche mit Unternehmen wie Shazam oder intensive Gespräche untereinander: Am Ende entschied sich Viessmann die Unternehmensstrategie um eine Digitalstrategie zu erweitern und eine ganze Einheit, die für die digitale Transformation des Unternehmens zuständig war, auszugliedern und in Berlin anzusiedeln. Mit der neuen Digitalstrategie folgten die Nutzung neuer Software, neuer Kommunikationskanäle, wie einer App für Mitarbeitende, und auch eine neue Unternehmensstruktur. „Wir haben uns dazu entschieden, dass wir bewusst nicht mehr Produkte wie Heizungen verkaufen möchten, sondern vielmehr ‚21 Grad im Wohnzimmer‘. Die Heizungsanlage ist von geringem Interesse, solange es gemütlich warm ist und sie klimaneutral arbeitet“, sagte Pfuhl. Verbunden mit diesem Wandel setzte Viessmann auf neue Produkte und Geschäftsmodelle, wie Flatrate-Konzepte oder Systeme, die eigenständig miteinander und dem Internet agieren. Zum Abschluss stand für Pfuhl aber vor allem eine Erkenntnis im Fokus: „Man kann viele Konzepte schreiben, aber wichtig ist, dass man macht und, dass man anfängt – nur so geht es“, schloss Pfuhl.

Anschließend berichtete Oliver Hartkämper, Chief Information Officer, Arvato Systems Group, vom Kerngeschäft seines Unternehmens: der erfolgreichen digitalen Transformation. Die Arvato Systems Group bietet unter anderem branchenspezifische IT-Lösungen, Cloud- und Infrastrukturdienste, Sicherheitsdienste oder Anwendungsmanagement an. Hartkämper beschrieb anschaulich, warum Unternehmen ihre Prozesse möglichst von Anfang bis Ende digitalisieren sollten: „Man kann sich die Prozesskette ein wenig vorstellen, wie eine Kühlkette. Wenn man an einer Stelle die Daten aus der Prozesskette herausnimmt, werden sie schlecht“. Auch die Themen IT-Sicherheit und Abhängigkeit von digitalen Diensten griff er auf. „Versicherungsanbieter sehen Cyberangriffe mittlerweile als größtes Risiko für Unternehmen und auch die Unternehmen selbst entwickeln verstärkt ein Bewusstsein für dieses Risiko“, sagte Hartkämper. Anschließend beschrieb der Verler einige gängige Cyberangriffs-Szenarien und ging auf Sicherheitsgrundlagen, wie aktuelle Software, Backups und die vollständige Kenntnis der verwendeten Software ein. Zum Abschluss wollte Hartkämper aber vor allem Mut machen: „Wir sollten versuchen, nicht unter den Möglichkeiten zu bleiben, die die Digitalisierung uns bietet. Es gibt gute Lösungen mit denen man relativ schnell Erfolge erzielen kann“.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass zwei derart erfolgreiche Firmen sich für uns öffnen – vielen Dank dafür“, bedankte sich Volker Ervens im Anschluss an die Impulse der beiden Referenten, bevor die Veranstaltung bei Imbiss und Getränken im Kleinen Saal der Stadthalle ausklang.

Die nächste Veranstaltung der Wirtschaftsinitiative ist das Unternehmertreffen 2022. Dieses findet am 03. November statt. Alle Informationen dazu finden sich auf www.wini-gt.de.

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