Pflege und Beruf vereinbaren

Werden Angehörige plötzlich pflegebedürftig, stehen viele Berufstätige vor großen Herausforderungen. Schließlich gilt es dann – oftmals plötzlich – Fragen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, zu Unterstützungsangeboten oder zu rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Um Beschäftigte in solchen Situationen gezielt zu unterstützen, hat die pro Wirtschaft GT, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Gütersloh, einen Qualifizierungslehrgang zum ‘Betrieblichen Pflege-Lotsen‘ organisiert. 33 Teilnehmende aus Unternehmen und Organisationen im Kreis Gütersloh haben den Lehrgang nun erfolgreich abgeschlossen und stehen ihren Kolleginnen und Kollegen jetzt als kompetente, vertrauensvolle und gut geschulte Ansprechpersonen zur Seite.
„‘Betriebliche Pflege-Lotsen‘ sind die erste Anlaufstelle im Unternehmen. Sie beraten Kolleginnen und Kollegen bei individuellen Fragestellungen, kennen regionale Hilfsangebote und tragen dazu bei, Beschäftigte zu entlasten und langfristig im Unternehmen zu halten“, erklärt Dr. Marita Reinkemeier von der pro Wirtschaft GT die Rolle der Lotsen. „Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist ein wachsendes Thema. Unternehmen, die vertrauensvoll mit ihrer Belegschaft kommunizieren, steigern ihre Attraktivität als Arbeitgeber“, so Reinkemeier.
Der kostenfreie Qualifizierungslehrgang wird von der pro Wirtschaft GT in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft (ZIG) und dem Kreis Gütersloh organisiert. Inhalte sind unter anderem eine pflegefreundliche Unternehmenskultur, die Rolle der Pflege-Lotsen, regionale Unterstützungsangebote, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie Leistungen der Pflegeversicherung.
Jan Henrick Schnecke, Projektmanager beim ZIG, informierte die Teilnehmenden über Zahlen, Daten, Fakten und Unterstützungshilfen: „Pflegende Angehörige investieren täglich rund sieben Stunden in Pflegearbeit“, erklärte Schnecke. Der Anteil pflegebedürftiger Menschen wird dabei größer: „Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl voraussichtlich um rund 25 Prozent steigen“, so Schnecke. Monika Brummel, Sachgebietsleiterin im Bereich Pflege beim Kreis Gütersloh, stellte unter anderem die Unterstützungsangebote und Finanzierungshilfen im Kreis Gütersloh vor. „Für pflegende Personen gibt es zahlreiche Angebote“, sagte Brummel. „Für Lotsinnen und Lotsen ist es wichtig, einen ersten Überblick zu geben und die passenden Ansprechpersonen zu kennen, die weiterführend unterstützen können“, so Brummel.
„Ich freue mich, dass sich erneut so viele engagierte Teilnehmende weitergebildet haben, um diese wichtige Rolle wahrzunehmen“, so Reinkemeier. Die pro Wirtschaft GT bietet den Qualifizierungslehrgang regelmäßig für Beschäftigte aus Unternehmen im Kreis Gütersloh kostenfrei an. Zudem lädt sie am 26. März zur Teilnahme am Netzwerktreffen für ‚Betriebliche Pflege-Lotsen‘ ein. Hier können sich Pflege-Lotsen über ihre Erfahrungen austauschen und untereinander Hilfestellung geben. Interessierte können sich bereits jetzt bei Dr. Marita Reinkemeier, m.reinkemeier@prowi-gt.de melden.

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