Tag der biobasierten Werkstoffe
Termin: | 10:00 - 17:00

Auch in diesem Jahr nimmt der 'Tag der biobasierten Werkstoffe' Entwicklungen, Trends, Themen, Unterstützung, Förderung und weitere Themen rund um biobasierte Werkstoffe in den Blick.
Auf dem Programm stehen spannende Vorträge zu:
- Einblicke zur Themensetzung „Industriellen Bioökonomie“ der Bundesregierung,
- Finanzierungen von Start-ups in der Zirkulären Bioökonomie auf EU Ebene,
- Vorträge zu regionalen Projekten zu biobasierten Werkstoffen,
- Die Hochschulen der Region teilen in Workshops Themenkompetenzen und öffnen Kooperationsmöglichkeiten.
Folgende Expertinnen und Experten sind unter anderem mit Vorträgen, Impulsen und zu Workshops dabei:
- Max Kroymann – Referatsleiter "Bioökonomie; Biotech- und Lebensmittelindustrie", Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin
- Michael Brandkamp – Geschäftsführer und Gründer, ECBF European Circular Bioeconomy Fund, Bonn
- Dr. jur. Dr. h.c. Christian Patermann, pensioniert, Berater, ehem. Direktor der Europ. Kommission, u.a. Direktor für Umwelt und Nachhaltigkeit
Veranstaltungsort:
Bio-Circle Surface Technology GmbH
Berensweg 200
33334 Gütersloh
Unterstützt wird der Tag der biobasierten Werkstoffe durch die Volksbank in Ostwestfalen.
Programm
Einlass und Begrüßungs-Café ab 09:15 Uhr
Programm: 10:00 - 17:00 Uhr
Moderation: Anna Niehaus, Axel Wizemann
- Begrüßung
- Geschäftsführung, Bio-Circle Surface Technology GmbH
- Anna Niehaus, Geschäftsführerin, proWi GT GmbH
Bioökonomie.Rahmen.geben
- Keynote: Industrielle Bioökonomie – was passiert gerade?
Max Kroymann
Referatsleiter "Bioökonomie; Biotech- und Lebensmittelindustrie", Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin
Rückblick und Schwerpunkte „Symposium Industrielle Bioökonomie“, Ausblick auf Aktivitäten der Bundesregierung/BMWE 2026, Was erwartet uns bei der EU-Bioökonomie-Strategie?
- Potentiale und Risiken der biobasierten Kreislaufwirtschaft
Michael Brandkamp
Geschäftsführer und Gründer, ECBF European Circular Bioeconomy Fund, Bonn
Die Bioökonomie ist ein Konzept, das die Produktions- und Konsumentensysteme zukunftsfähig macht. Die sogenannten Planetary Boundaries veranschaulichen den Handlungsbedarf. Hinzu kommt der Bedarf Wertschöpfungsketten resilienter zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu sichern.
Unternehmerische Initiative und Innovationen ermöglichen die erforderlichen, disruptiven Veränderungen in den Wertschöpfungsketten. Viele große Unternehmen verschieben ihre Nachhaltigkeitsziele. Sie werden in Zukunft auf Innovationen von außen angewiesen sein, um mit der Veränderung Schritt zu halten. Start-ups entwickeln die Innovationen bereits heute und werden sie in 4-5 Jahren attraktiv verkaufen können. Venture Capital Investoren sehen die Chancen und investieren in innovative Bioökonomie-Start-ups. Es gibt besondere Herausforderungen in diesem Bereich. Daher sind Investoren mit Erfahrung und Expertise besonders wichtig.
Es gibt bereits vielversprechende Start-up in Europa, die als gute Beispiele vorangehen (Ecorobotics, Ororatech, Packmatic) und auch spezialisierte Investoren wie den ECBF.
BB.Werkstoffe.anwenden
- Nachhaltige Ideen mit messbarem Mehrwert: CO₂-Reduktion und Effizienzsteigerung in der Produktion
Anne-Catrin Schürer
Prokuristin, Leiter F+E bei Bio-Circle Surface Technology GmbH, Verl
Der vielseitige Nutzen von nachhaltigen Ideen für die produzierende Industrie (dargestellt anhand von Zahlen). Hier werden exemplarisch CO2 –Reduktion bis Steigerung der Effizienz unterschiedlicher Prozesse bewertet.
- Fossile Kunststoffe sinnvoll ersetzen
Sascha Potthoff-Wenner
R&D Manager, Wax Solutions GmbH, Versmold
Wax Solutions verfolgt eine grüne Mission: Sie ersetzen Kunststoffe in Papierbeschichtungen, indem sie sie durch nachwachsende Rohstoffe austauschen und somit ihren Teil zur De-fossilisierung des Planeten beitragen. Das Versmolder Start-up hat Produkte entwickelt, die fossile Kunststoffe in der Papierindustrie nicht mehr notwendig machen. Der Vortrag beschreibt die Lösung eines Problems, das kaum einem Endverbraucher bewusst ist und erklärt, wie natürliche Wachse, Papierbeschichtungen und die Wurstindustrie zusammenhängen.
Mittagspause
Impulse – BB.Werkstoffe.anwenden& Lokale Helden.erleben
- Partnerschaft für den Weltmarkt: Wie Landwirtschaft und Industrie sich gemeinsam für die Zukunft aufstellen
Dr. Michael Dickeduisberg
Zentrum für nachwachsende Rohstoffe (Landwirtschaftskammer NRW)
Joachim Klack
Hanfanbauer, Praktiker/Versmold
Lange schon steht die Landwirtschaft vor großen Herausforderungen. Mit der Bioökonomie lassen sich diverse Probleme lösen. Zu oft werden die Kompetenzen agrarischer Rohstoffproduzenten unterschätzt und vernachlässigt, obwohl die Industrie ihre Position durch Kooperationen stärkt. In dem Vortrag werden die Probleme und Lösungen der Landwirtschaft zum Verständnis vorgestellt und Beispiele aus der Praxis vorgestellt, die als Vorlage für gelungene Bioökonomie-Kooperationen dienen.
- „Chancen nutzen: Vom WARUM über die Materialentwicklung zu marktreifen Lösungen“
Ludger Wüller
Bereichsleitung Umwelt & Nachhaltigkeit, Kunststoffinstitut Lüdenscheid
Was ist die Motivation zum Einsatz biobasierter Werkstoffe? Wie lassen diese sich zu fossilen Werkstoffen in Bezug auf die Umweltwirkungen darstellen? Entwicklungen und erste Anwendungen.
- AdHoMe, ProWellHo, Kopernikus P2P und Tanipu- vier unterschiedliche Forschungsprojekte rund um das Kleben von Holz
Dr. Hartmut Henneken,
Leiter Forschungsdienste/ VP Research Services, jowat SE
Wie alle Industriezweige ist auch die chemische Industrie und damit auch die Klebstoffindustrie mitten im Wandel hin zu einer nachhaltigeren und kreislauffähigen Wirtschaft.
Im Vortrag werden 3 unterschiedliche aktuelle Projekte aus der Jowat Forschung vorgestellt, in denen es um jeweils grundlegend unterschiedliche Aspekte geht (schaltbare Klebstoffe, Proteine als Klebrohstoffe, Polyurethanklebstoffe auf Basis neuer Power-to-X Technologien, sowie Tannin basierte NIPUs).
Kaffeepause
Workshops – BB.Werkstoffe.forschen
- Potenziale für biobasierte Werkstoffe in der Kreislaufwirtschaft - Hochschule Bielefeld/Zirkularität
Thomas Zimmermann
Wiss. Mitarbeiter, Hochschule Bielefeld, Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik
- Potenziale für biobasierte Werkstoffe in der Chemischen Biotechnologie - Uni Bielefeld
NN, Universität Bielefeld, Fakultät für Chemie / Industrielle Organische Chemie und Biotechnologie
- Potenziale für biobasierte Werkstoffe im Holz- und Möbelbau - TH OWL/Holz & Kunststoffe
Prof.'in Dipl.-Holzwirtin Katja Frühwald-König
Co-Vorsitzende des Bioökonomierats NRW, Fachbereich Produktions- und Holztechnik, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe
- Potenziale für biobasierte Werkstoffe in der Kunststoffverarbeitung - Uni Paderborn/Maschinenbau
Jonas Petzke, M.Sc.
Kunststofftechnologie und Kunststoffverarbeitung, Fakultät für Maschinenbau, Universität Paderborn
- Abschluss-Panel
17:00 Uhr:
Dr. jur. Dr. h.c. Christian Patermann
pensioniert, Berater, ehem. Direktor der Europ. Kommission, u.a. Direktor für Umwelt und Nachhaltigkeit, gilt als „Vater“ der europäischen Bioökonomie
Max Kroymann (BMWE)
Referatsleiter "Bioökonomie; Biotech- und Lebensmittelindustrie" im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie der Bundesregierung, Berlin

AXEL WIZEMANN
- Netzwerkmanagement biobasierte Werkstoffe
- (externer Berater)
- Telefon: +49 173 270 7438
- E-Mail: a.wizemann(at)prowi-gt.de
