Niels Krieft prowi GT (c)

Schüler aus Schloß Holte-Stukenbrock ernten die Kraft des Windes

MINT-Fonds unterstützt Projektwoche zu Zukunftstechnologien

So soll es am Ende des Tages aussehen: Manuel Mai zeigt den Teilnehmenden ein selbstgebautes Windrad. Foto: proWi GT
So soll es am Ende des Tages aussehen: Manuel Mai zeigt den Teilnehmenden ein selbstgebautes Windrad. Foto: proWi GT

Kreis Gütersloh. Wie sich aus Wind Strom erzeugen lässt, erfuhren zehn Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Schloß Holte-Stukenbrock ganz praktisch. Im Rahmen einer Projektwoche besuchten die Jugendlichen das ‚experiMINT Schüler*innenlabor‘, um dort einen Savonius-Rotor – eine einfache Form einer Windturbine – zu bauen.


Das Gymnasium feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum und hat aus diesem Grund Projekttage unter dem Motto ‚Nachhaltigkeit‘ ins Leben gerufen. „Wir bieten insgesamt drei Projekte an, aus denen die Schülerinnen und Schüler wählen können“, sagt Lehrerin Sonja Büscher. Am ersten Tag des Projekts ‚Zukunftsenergieversorgung‘ steht der Bau einer Windturbine an. Unter der Anleitung von Manuel Mai, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Bielefeld, David Raguz und Jan Conrad Denker, jeweils wissenschaftliche Hilfskräfte an der Hochschule Bielefeld, beginnen die Jugendlichen rasch damit, eine Holzlatte auf rund 50 Zentimeter zuzusägen. Dieses Bauteil gibt später Stabilität, um die Rotorblätter aus Blech die Kraft des Windes einfangen zu lassen. „Mit dem Windrad könnt ihr später zum Beispiel eine Powerbank aufladen“, erklärt Manuel Mai, während er die Bauteile und Werkzeuge im Kursraum in der Hochschule in Bielefeld verteilt.


Die Schülerinnen und Schüler stellen einen großen Teil des Windrads selbst her. Es wird gesägt, gefeilt, geschliffen und gelötet – alles in Handarbeit. Nur der Generator, der die Bewegungsenergie aus den Rotorblättern in elektrische Energie wandelt, ist bereits vorgefertigt. Nach und nach fügt sich aus den Bauteilen ein rund 50 Zentimeter hohes Windrad mit geschwungenen Rotorblättern, das aufrecht stehend Wind einfängt und Strom erzeugt, zusammen.


Für die Schülerinnen und Schüler ist diese praktische Einheit im Bereich der erneuerbaren Energien nur eine Facette ihres Projektes. „Morgen geht es für uns zu Phoenix Contact nach Blomberg in den All Electric Society Park“, erzählt Sonja Büscher. Beim Elektronik- und Automationsunternehmen beschäftigen sich die Jugendlichen ebenfalls mit Zukunftstechnologien – die bei der Energiewende eine Rolle spielen sollen. „Am Freitag führen wir noch eine Videokon

ferenz mit WestfalenWind durch, um auch die unternehmerische Seite eines Betreibers, etwa von Windenergieanlagen, kennenzulernen“, fügt Sonja Büscher an.
Ermöglicht werden die Besuche in der Hochschule und bei Phoenix Contact durch den Fonds ‚MINT für Kinder und Jugendliche fördern‘. Über diesen Fördertopf stellen Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh Mittel für Schulen und andere Akteure bereit, damit Kinder und Jugendliche praxisnahe Einblicke in MINT-Themen erhalten. Aktuell engagieren sich rund 40 Unternehmen in diesem Fonds. Weitere können jederzeit über den Kontakt zum zdi-Zentrum pro MINT GT mitmachen. Das zdi-Zentrum liegt in Trägerschaft der pro Wirtschaft GT, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Gütersloh, und organisiert Angebote rund um die MINT-Bildung von Kindern und Jugendlichen.


Weitere Informationen zum MINT-Fonds und weiteren Angeboten finden sich unter www.pro-mint-gt.de