Die Kraft der Luft entdecken

Ein Kunstraum, wie man ihn sich vorstellt: Im Zentrum ein großer Holztisch voller bunter Farbkleckse, Bilder die auf Gittern trocknen und zahlreiche Bastelwerkzeuge, die auf ihren Einsatz warten. Doch an diesem Tag bleiben Farben und Bastelmaterialien ungenutzt, denn im Kunstraum der Grundschule Heidewald stehen diesmal Wissenschaft und Technik im Fokus. Zehn Kinder der zweiten Jahrgangsstufe widmen sich an diesem Tag im ‚Pluskurs‘ ganz praktisch dem Thema Luft.
„Wer mag einen Luftballon für mich aufpusten?“, fragt Kursleiterin Katja Anstoetz in die Runde und findet sogleich zahlreiche freiwillige Schülerinnen und Schüler, die die bunten Gummihüllen bereitwillig mit einer Pumpe spielend leicht füllen und so die Grundlage für das erste Experiment des Vormittags legen. Katja Anstoetz sammelt Ballon für Ballon von ihren Helferinnen und Helfern ein, um sie dann in eine große Decke zu stecken. „Heute schauen wir uns an, welche Kraft Luft entfalten kann“, erklärt die freiberufliche Naturpädagogin ihren Kursteilnehmern. Nachdem alle Ballons in der Decke verstaut sind, legt Anstoetz sie auf den Boden und platziert eine Pappe darüber. „Ob die Ballons uns wohl tragen können, wenn wir uns jetzt auf die Pappe stellen?“, fragt die Kursleiterin in die Runde. Und tatsächlich: Nach und nach holt Katja Anstoetz alle Kinder zu sich auf die Decke. Dicht gedrängt stehen sie, eng an eng auf der Decke und warten auf den großen Knall. Doch der bleibt aus. „Ganz schön stark, was die Luft alles tragen kann, oder?“, sagt Anstoetz.
Zurück auf ihren Stühlen gilt es, das Erlebte einzuordnen. Luft kann viel Gewicht tragen, erkennen die Schülerinnen und Schüler rasch. So wie gerade auf der Pappe – auch im Fahrradreifen auf dem Weg zur Schule. Der ‚Pluskurs‘ ist ein besonders Angebot für Kinder, die große Neugier für naturwissenschaftliche Themen zeigen. In insgesamt sieben Einheiten nähern sich die Kinder unter Anleitung einer pädagogisch geschulten Person naturwissenschaftlichen Themen ganz praktisch und über einfache, aber spannende Experimente.
So wird in der dritten Einheit zum Thema Luft noch eine weitere Eigenschaft der Luft erforscht. Die Aufgabe lautet: Ein Ballon soll sich, an einer Schnur befestigt, selbstständig von einem Ende zum anderen bewegen – ganz ohne Hilfe der Hände. Kaum ist die Aufgabe gestellt, machen sich die Kinder ans Werk und finden rasch die Lösung. Einige Minuten später sausen Ballons, die kontrolliert an der Schnur die Luft verlieren, von A nach B.
„Für die Kinder ist es spannend zu erkennen, wie sich naturwissenschaftliche Phänomene im Alltag wiederfinden – und dass sie Naturwissenschaften aktiv erleben können“, sagt Katja Anstoetz. Zurück am Tisch wird die Kraft der Luft noch einmal besprochen und eingeordnet, bevor aus dem Experimentierzimmer an diesem Vormittag wieder ein Kunstraum wird.
Der ‚Pluskurs‘ wird aus Mitteln des Fonds ‚MINT für Kinder und Jugendliche fördern!‘ finanziert. Unternehmen aus dem Kreis Gütersloh stellen über den Fonds einen jährlichen Beitrag ab 500€ zur Verfügung. Aus diesem Topf werden dann vielfältige und lebensnahe Unterrichtsinhalte gestaltet, die so im normalen Lehrplan nicht stattfinden könnten. Koordiniert wird der Fonds von zdi-Zentrum pro MINT GT, das neben dem MINT-Fonds weitere Angebote für Schulen, Schülerinnen und Schüler, Lernorte und Unternehmen bietet. Alle Informationen finden sich unter www.pro-mint-gt.de

NILS KRIEFT
- Standortmarketing
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Telefon: +49 5241 851086
- E-Mail: n.krieft(at)prowi-gt.de
PRESSEVERTEILER
Sie möchten die Pressemitteilungen der pro Wirtschaft GT erhalten? Dann klicken Sie bitte hier.
SOCIAL MEDIA
Die proWi und der ErfolgsKreis-GT auf Social-Media.
