Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

8. und 9. Juni 2017

Schulung "Betrieblicher Pflegelotse"
Wenn Angehörige zum Pflegefall werden – Hilfe und Orientierung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2-tägige Schulung

Oftmals ist die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege eine große Belastung für die Betroffenen. Etwa 70% (2,08 Millionen) der Pflegebedürftigen werden derzeit von Angehörigen zu Hause gepflegt. Für Unternehmen kann dies eine Reihe von Folgekosten bedeuten, die u.a. durch sinkende Leistungsfähigkeit, krankheitsbedingte Fehltage oder den vorzeitigen Ausstieg eines qualifizieren Arbeitsnehmers verursacht werden können.

Bei dem/der betriebliche/n Pflegelotsen/-lotsin liegen die Informationen über betriebliche Angebote und externe Unterstützungsmöglichkeiten gebündelt vor. Er/Sie ist mit den Problemen von pflegenden Angehörigen vertraut und kann im Bedarfsfall Information, Orientierung und Unterstützung für die betroffenen Beschäftigten anbieten und gemeinsam Wege finden, um Beruf und (häusliche) Pflege gut zu verbinden - für die Beschäftigten, für die Angehörigen und für das Unternehmen.

Unser Angebot richtet sich an Personalverantwortliche, Betriebsräte, Inhaber und Inhaberinnen sowie an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die als zentrale Ansprechpartner/innen im Unternehmen fungieren.

Inhalte und Fachreferenten:

  • Begrüßung und Einführung ins Thema
    Abrecht Pförtner, Geschäftsführer pro Wirtschaft GT GmbH
    Elke Pauly-Teismann, pro Wirtschaft GT GmbH
  • Pflege und Hilfen im Alter
    Zahlen, Daten, Fakten l Beratungsstellen und Betreuungslandschaft im Kreis GT l Pflegeversicherung l Pflegezeitgesetz/Familienzeitgesetz l Finanzierung und Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige l u. a.
    Monika Nopto, Sachgebietsleiterin Pflege der Abteilung Soziales des Kreises Gütersloh
  • Was ist Demenz und welche Herausforderungen kommen auf (pflegende) Angehörige zu?
    Demenz stellt die Gesellschaft, Familien, Arbeitgeber sowie die Gesundheitssysteme vor eine ernstzunehmende Herausforderung. Schätzungen der WHO gehen daher davon aus, dass die Zahl der Demenzkranken in Deutschland aufgrund der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf knapp 3 Mio. steigen wird.
    Bernd Meißnest
    , Ärztliche Leitung des Zentrums für Altersmedizin, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie, LWL-Klinikum Gütersloh
  • Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung 
    Wer regelt Ihre Angelegenheiten, wenn Sie es nicht mehr können? Jeder kann unabhängig vom Alter in Situationen geraten, in der andere für ihn entscheiden müssen.
    Dr. med. Herbert Kaiser, Oberarzt, Palliativstation Städt. Klinikum Gütersloh
  • Best-Practice-Beispiele und Lösungsansätze aus Unternehmen
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

Donnerstag, 8. Juni 2017, 9 bis 15 Uhr und Freitag, 9. Juni 2017, 9 bis 13 Uhr | pro Wirtschaft GT GmbH, Hermann-Simon-Str. 7, Haus 22, 33334 Gütersloh
(Bitte beachten Sie: dieser Raum ist nicht barrierefrei!)

Zur Anmeldung