Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Das Bundesprorgamm "Ausbildungsplätze sichern" ist am 01.08.2020 in Kraft getreten. Durch das Förderprogramm soll der Erhalt und der Ausbau von Ausbildungsplätzen (dazu zählen auch ausbildungsintegrierende duale Studiengänge) während der Corona-Pandemie gefördert werden. Zudem soll die Kurzarbeit für Auszubildende vermieden, die Auftrags- und Verbundsausbildung gefördert und Anreize zur Übernahme geschaffen werden.

Unter dem folgenden Link sind alle notwendigen Informationen und Antragsunterlagen zusammengefasst. Diese stehen ab sofort zur Verfügung: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern

 

Eckpunkte des Förderprogramms

 Das Förderprogramm unterstützt kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe (KMU) durch folgende Maßnahmen:

  1. Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot fortführen): Unternehmen, welche ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren beibehalten, erhalten für jeden (für das Ausbildungsjahr 2020) abgeschlossenen Ausbildungsvertrag eine Ausbildungsprämie von einmalig 2.000 Euro. 
  2. Ausbildungsprämie plus (Ausbildungsangebot erhöhen):Unternehmen, welche ihre Ausbildungleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren steigern, erhalten für jeden (für das Ausbildungsjahr 2020) abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro.
  3. Zuschuss zur Ausbildungsvergütung (Vermeidung von Kurzarbeit): Unternehmen, die trotz erheblichen Arbeitszeitausfalls (mindestens 50 %) ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 % der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem Kurzarbeit in genannter Höhe vorliegt.
  4. Übernahmeprämie (Übernahme bei Insolvenzen fördern): Unternehmen, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen kleinen und mittleren Unternehmen bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten je Auszubildenen eine Prämie von einmalig 3.000 Euro.

Folgende (generelle) Voraussetzungen müssen Unternehmen zum Erhalt der Förderung erfüllen:

  • Das Unternehmen entspricht den Kriterien eines KMU's (Kleine und mittelständige Unternehmen).
  • Das Unternehmen führt eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durch. Praktika sind ausgeschlossen.

Folgende (spezifische) Voraussetzungen gelten für die einzelnen Maßnahmen:

  • Für 1 & 2: Antragsbrechtigt sind Unternehmen, die durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon wird ausgegangen, wenn die Beschäftigten eines KMU in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat in Kurzarbeit in Kurzarbeit gearbeitet oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen ist.
  • Für 3: Antragsberechtigt sind Unternehmen, die ihre laufenden Ausbildungsaktivitäten trotz erheblicher Belastungen durch die Corona-Krise fortführen und für Auszubildende trotz erheblichem Arbeitausfalls keine Kurzarbeit anzeigen.
  • Für 4: Antragsberechtigt sind Unternehmen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen Unternehmen bis zum 31.12.2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.

Die Anträge sind bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit einzureichen.

Die regionale Zuständigkeit können Betriebe mittels der Dienststellensuche ermitteln: https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/metasuche/suche/dienststellen