EU-Parlament: Strengere Klimaziele für Autos bis 2030

Der Verkehrssektor ist der einzige große Wirtschaftssektor in der EU, in dem die Treibhausgasemissionen weiterhin steigen, unterstreichen die Abgeordneten.

Um die Verpflichtungen des Pariser Klimaschutzabkommens zu erfüllen, hat sich das Parlament daher am Mittwoch dafür ausgesprochen, den CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2030 um 40% zu senken (20% bis 2025) und den Marktanteil von emissionsfreien und -armen Fahrzeugen zu erhöhen. Des Weiteren sollen ab 2023 CO2-Messungen im realen Fahrbetrieb unternommen werden.

Da diese Enwicklungen auch negative Auswirkungen für Arbeitsplätze in der Automobilindustrie haben könnten, fordert das Parlament, dass die EU Maßnahmen zur Weiter-, Neu- und Umqualifizierung auf nationaler sowie regionaler Ebene fördert. Weiterführend sollen beispielsweise Automobilhersteller, dessen Fahrzeuge im Durchschnitt die neuen Zielwerte nicht erreichen, Bußgelder in den EU-Haushalt zahlen. Mit diesen Mitteln sollen oben genannte Weiterbildungsmaßnahmen mitfinanziert werden.

Die EU-Minister werden ihren gemeinsamen Standpunkt am 9. Oktober festlegen und am 10. Oktober mit dem Parlament in Verhandlungen treten. Mehr Infos