Gesundheitswirtschaft von morgen

Auf Zukunftskurs: Albrecht Pförtner (pro Wirtschaft GT), Dr. Michael Böckelmann (Schüchtermann-Klinik), Dr. Stefan Kettelhoit (Hermann Bock GmbH), Uwe Borchers (Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft), Andreas Westerfellhaus (ZAB), Matthias Mitschke (Sanitätshaus Mitschke) und Matthias Vinnemeier (pro Wirtschaft GT) machten die Gesundheitswirtschaft zum Thema.

Klinik und Pflegebettenproduzent als Beispiel für Unternehmen in der Zukunftsbranche

Die Gesundheitswirtschaft ist eine Zukunftsbranche, die auch im Kreis Gütersloh eine wichtige Rolle spielt. Daher beschäftigte sich die erste Veranstaltung der Reihe „Zukunfts.Kreis.GT“ mit der „Gesundheitswirtschaft von morgen“. 90 Interessierte trafen sich jetzt auf Einladung der pro Wirtschaft GT in den Räumen der Zentralen Akademie für Berufe im Gesundheitswesen (ZAB) in Gütersloh.
Mit der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie dem Einzug der Digitalisierung in die Arbeitswelt eröffnen sich neue Potenziale für die Branche. Einen Einblick in die Perspektiven der Gesundheitswirtschaft gab Dr. Michael Böckelmann von der Schüchtermann-Klinik aus Bad Rothenfelde. Er betrachtet die Industrie 4.0 als interessante Entwicklung mit Chancen für die Gesundheitswirtschaft. So gebe es in der Klinik, die auf Herz- und Gefäßerkrankungen spezialisiert ist, ein Forschungsprojekt über mit Sensoren ausgestattete Kunstherzen. „Die Technik wird aber in unserem Bereich nicht die Führung übernehmen“, sieht Böckelmann technische Neuerungen eher als Unterstützung der klassischen Medizin.

Betten mit Mikrocomputern

Aus Sicht der Industrie beleuchtete Dr. Stefan Kettelhoit von der Hermann Bock GmbH die Gesundheitswirtschaft. Die Kernkompetenz des Verler Unternehmens ist eigentlich der Metallbau.  Inzwischen hat sich Bock auf Pflegeausstattung und -betten spezialisiert. Hier geht die Entwicklung inzwischen so weit, dass Betten mit einem sogenannten Mikrocomputer ausgestattet sind, der nicht nur das automatische Einstellen des Bettes ermöglicht, sondern beispielsweise auch Schlafprofile der Patienten erstellt oder die Atmung und das Herz-Kreislauf-System überwacht. Die erfassten Daten entlasten die Arbeit des Pflegepersonals und dienen der Patientensicherheit, so Kettelhoit.

Durch die Digitalisierung befindet sich die Gesundheitswirtschaft im Umbruch. Neue Geschäftsfelder eröffnen sich, andere dagegen, wie zum Beispiel der Bereich des Gesundheitshandwerks, könnten in Zukunft wegfallen, meint Matthias Mitschke, Geschäftsführer des gleichnamigen Gütersloher Sanitätshauses.

Weitere Informationen zur Gesundheitswirtschaft im Kreis Gütersloh gibt es auf unserer Homepage zum Download.